Udemy — gut, aber zu viel auf einmal
Ich habe zwei oder drei Udemy-Kurse angefangen. Keinen davon zu Ende gebracht.
Das lag nicht daran, dass die Kurse schlecht waren. Es lag daran, dass ich nach einer Stunde Video das Gefühl hatte, verstanden zu haben was erklärt wurde und gleichzeitig keine Ahnung hatte was ich damit anfangen soll. Das Tempo war zu hoch, der Kontext zu abstrakt, und am Ende blieb wenig hängen.
Ich habe das Muster erkannt und aufgehört, mir weitere Kurse anzuschauen.
Zwei Bücher, mein Tempo
Stattdessen habe ich zwei Bücher gekauft:
Python Crashkurs von Eric Matthes und Python für Einsteiger von Florian André Dalwigk.
Beide habe ich tatsächlich durchgearbeitet. Nicht überflogen, durchgearbeitet mit Pausen, mit Wiederholungen, in meinem Tempo. Von allem was dort erklärt wird, habe ich vielleicht ein Drittel wirklich verinnerlicht. Aber dieses Drittel sitzt.
Das klingt nach wenig. Für mich war es genug um eine Basis zu haben auf der ich aufbauen kann. Grundlegende Konzepte, Datentypen, Schleifen, Funktionen, nicht perfekt, aber vorhanden.
Das Problem mit der Konsole
Bei allem was ich bis dahin gemacht hatte, gab es eine Sache die mich dauerhaft gestört hat: Ich habe ständig in der Konsole gearbeitet.
Ich bin ein visueller Mensch. Ich muss Dinge sehen um zu verstehen was passiert. Text der in einem schwarzen Fenster erscheint und wieder verschwindet ist für mich kein befriedigendes Ergebnis, egal wie korrekt der Code dahinter ist.
Das war keine Kleinigkeit. Es hat meine Motivation spürbar beeinflusst.
Der Plan: 10 Projekte mit GUI
Also habe ich mir etwas überlegt. Zusammen mit Claude habe ich einen Projektfahrplan entwickelt. 10 Projekte für Anfänger, vom Schwierigkeitsgrad aufsteigend. Die Bedingung war: Alles mit grafischer Oberfläche. Kein reines Konsolenprogramm.
Mir war wichtig, Tools zu bauen die ich selbst benutzen kann. Kleine Anwendungen mit echtem Nutzen für meinen Alltag. Und weil Spieleentwicklung ebenfalls zu meinen Zielen gehört, wechseln sich die Projekte thematisch ab. GUI-Tools und Pygame-Projekte im Wechsel.
Über den genauen Aufbau des Fahrplans und welche Rolle Claude dabei übernimmt, schreibe ich bald einen eigenen Blogartikel. Das Konzept ist interessant genug um es separat zu behandeln.
Was als nächstes kommt
Ich werde alle 10 Projekte in diesem Devlog dokumentieren. Was funktioniert hat, was nicht, was mich überrascht hat und was ich dabei gelernt habe.
Projekt 1 ist bereits in Arbeit. Mehr dazu im nächsten Eintrag.